EMFM - Elektro-Mobil-Freunde-München

Der Hotzenblitz war ein Elektroauto der Hotzenblitz Mobile GmbH, welches in Suhl produziert und in Ibach im Hotzenwald entwickelt wurde. Daher hat der „Hotzenblitz“ seinen Namen.

"Hotzenblitz" bezeichnet im Hotzenwald auch den Blitz, der gerade dann in Bauernhäuser einschlägt und sie in Brand setzt, wenn sie eine gute Feuerversicherung haben und die Bewohner ihre Wertsachen vorher in Sicherheit gebracht haben.

Geschichte und Zukunft



1989 beschlossen einige Hotzenwälder Ingenieure die Entwicklung eines zeit- und umweltgerechten Elektroautos und gründeten die Firma Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG mit Geschäftsführer Thomas Albiez, welche mit Hilfe von mehreren Lieferanten den Hotzenblitz entwickelten.

19 Monate nach Entwicklungsbeginn war der erste Prototyp fahrtüchtig. Es wurde besonderer Wert auf die passive Sicherheit gelegt, weil diese bei kleinen Autos besonders problematisch ist. Für ein Elektroauto dieser Größe war die passive Sicherheit vorbildlich. Einem Schweizer und einem Suhler Ingenieur hat das E-Mobil seine guten Fahreigenschaften zu verdanken. Die Autozeitschrift auto, motor und sport lobte seine pfiffigen Detaillösungen.

Da es aufgrund der Kapitalisierung finanziell schlecht um die Firma stand, engagierte sich im Juli 1990 Alfred Ritter als Sponsor.

1993 wurde die Fertigungsfirma Hotzenblitz Mobile GmbH gegründet. Der Hotzenblitz wurde im September 1993 und 1995 auf der IAA in Frankfurt und im Frühjahr 1994 und 1995 auf dem Genfer Automobilsalon ausgestellt. Dort erfuhr er begeisterte Publikumsreaktionen. Im Juni 1996 musste die Produktion aufgrund von Finanzierungsproblemen für die Großserie eingestellt werden. Es wurden insgesamt 120 Versuchsfahrzeuge gefertigt.


Technik

Der Hotzenblitz wird von einem Drehstrom-Asynchronmotor mit Energie-Rückgewinnung beim Bremsen angetrieben. Er erreicht eine Leistung von 12 kW (16 PS). Seine Antriebsbatterie besteht aus 14 wartungsfreien Blei-Gel-Batterien mit je 12 V, die zusammen eine Gesamtspannung von 168 V ergeben. Er verbraucht 10 kWh pro 100 km und hat mit Blei-Gel-Batterien eine Reichweite von 70 km. Der Hotzenblitz ist auch mit Lithium-Batterien erhältlich, die wahlweise Reichweiten von 100 oder 200 km erreichen. Seine Ladezeit beträgt 5 Stunden. Der Hotzenblitz erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

Der Hotzenblitz hat zwei Sitze und zwei Notsitze. Er hat ein Leergewicht von 780 kg und darf maximal 300 kg zuladen.

Allgemeines

Der Hotzenblitz ist für den Stadtverkehr gedacht. Der Preis lag bei der Testserie bei 32.000 DM. Er genießt nach seiner Produktionseinstellung Kultstatus unter den Elektromobilen und ist gesucht.

Der Hotzenblitz ist alltagstauglich. Der Innenraum wird dank seiner Dieselheizung auch im Winter warm genug. Wegen seines niedrigen Schwerpunkts liegt der Hotzenblitz ausgezeichnet auf der Straße.