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Geschäftsmodelle für Ladestationen

Es gibt mittlerweile eine Menge Hersteller von Ladestationen unterschiedlichster Bauformen und Abrechnungssysteme. Jeder Hersteller möchte seinen Standart durchsetzen. Gerade beim Ladestecker möchte die Industrie das Rad neu erfinden. Leider sind so manche, auch unpraktische Lösungen entstanden da die Firmen selbst über keinerlei Praxis Erfahrungen besitzen. Auch bei der Form und Zugang so mancher Ladestation kann man als langjähriger Elektroautofahrer nur den Kopf schütteln.

Bezahlung per kWh

Theoretisch ist die Abrechnung per kWh die einfachste Lösung. Der Nutzer bezahlt einfach seinen entnommen Strom.

Das System hat gravierende betriebswirtschaftliche Nachteile. Die Ladeinfrastruktur ist teuer da ein Abrechnungssystem nötig ist und der Nutzer lässt sein Fahrzeug auch mal länger stehen und blockiert den Parkraum, das bedeutet eine signifikante Umsatzeinbuße, die sich natürlich negativ auf die Amortisationszeit auswirkt.

Parkgebühr nach Zeit

Der Nutzer bezahlt einfach nach Parkdauer, unabhängig von dem entnommenen Strom.

Eventuell kann auch die Parkdauer etwas teurer als normale Parkplätze sein um damit die Ladeplätze für Elektroautos freizuhalten und die Stromkosten zu erwirtschaften. Nach dem Ladevorgang parkt der Elektrofahrer sein Fahrzeug um, um die Ladesäule frei zu machen und Parkgebühren zu sparen. Damit ist auch eine bessere Amortisationszeit der Ladesäule möglich.

Pauschale pro Nutzung

Bei der Verrechnung einer festen Pauschalsumme pro Nutzung der Ladesäule werden die Fahrer von Elektroautos das Angebot nur dann annehmen, wenn ihre Batterien nahezu leer sind. Generell dürfte dieser Ansatz dazu führen, dass Elektrofahrzeuge dann sehr lange die Ladestation besetzen.

Pauschale pro Zeitraum („Flatrate“)

Bei der Bezahlung per Flatrate lädt den Elektroautofahrer dazu ein, jede Lademöglichkeit zu nutzen.

Dies erhöht die Auslastung der Ladesäulen, führt aber auch dazu, dass viele vollgeladene Fahrzeuge die Ladesäulen blockieren.

Mischformen

Eine bessere Form der Verrechnung ist eine Mischung aus Bezahlung nach kWh und Parkdauer. Dies ist die gerechteste Art der Abrechnung, da je nach Fahrzeug unterschiedliche Ladeleistungen gezogen werden. Das zuparken nach dem Ladevorgang der Stellfläche wird über die Parkgebühr begrenzt.

Der Nachteil besteht aber in den erhöhten Anschaffungskosten der Ladesäule durch ein Abrechnungssystem.

Vignette und Schlüssel

Beim Park & Charge - System werden auf reservierten Parkplätzen einfache abschließbare und mit einem einheitlichen Logo gekennzeichnete Ladestationen aufgestellt. Die Öffnung erfolgt durch ein einheitliches Schlüsselsystem.

Durch Verzicht auf aufwendige Technik in der Ladestation und mit einfachsten organisatorischen Maßnahmen, wie der pauschalen Verrechnung der bezogenen Energie, werden bei dem Park & Charge – System die Kosten niedrig gehalten.
Die Jahresvignette ist für das laufende Jahr gültig. Sie berechtigt zur Nutzung der speziell gekennzeichneten und für Elektrofahrzeuge reservierten Parkflächen.

Abrechnungssystem:
Es gibt mehrere Preiskategorien, die von der maximalen Ladeleistung des Bordladegerätes abhängig sind.

Vorteile des Park & Charge - Systems
- Europaweit einheitliches Schlüsselsystem
- Aufnahme des Standortes in die Park & Charge „Stromtankstellen-Liste“
- Hoher Wiedererkennungswert durch einheitliches Logo
- Laden zu jeder Tages- und Nachtzeit
- Einfache Technik
- Geringe Anschaffungs- und Installationskosten
- Kaum Wartungsaufwand
- Geringe Gesamtkosten für Nutzer und Betreiber
- Hohe Betriebssicherheit
- Kein Eigenstromverbrauch
- Lange Lebensdauer
- Kein Anreiz zum Einbruch oder Vandalismus
- Einfach in der Handhabung
- Werbewirksam